Neben der Wintervergnügen bringt uns die kälteste Jahreszeit auch die Depression, da der Mangel an Tageslicht schlechte Laune, Apathie, Müdigkeit und allgemeine Trägheit verursacht.
Die alten Völker, wie die Ägypter, die alten Griechen, Römer und Inka waren der heilenden Wirkung der Sonne auf einzelne Erkrankungen bewusst. In Anerkennung der Bedeutsamkeit des Lichts fur das Leben und die Gesundheit, hatten viele Völker Sonnengötter. Ohne Licht können wir kein Leben und keine Gesundheit haben.
Heute gilt der Dänische Wissenschaftler Niels Ryberg Finsen als der Vater der modernen Phototherapie. 1903 empfing er den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für seine Leistungen in der Phototherapie. Lichttherapie ist eine ausgezeichnete Weise saisonal abhängige Depression, die mesitens während des Herbstes und Winters auftretet, zu behandeln.
Es wurde erwiesen, dass Lichttherapie Depression und Schlafstörungen mildern kann, und den Bedarf für Antidepressiven und Schlaflosigkeitsmedikamente reduzieren kann. Außer der saisonal abhängiger Depression, wurde es erwiesen, dass Lichttherapie auch eine großartige Weise ist verschiedene Zustände, sowie schlechte Laune, verschiedene Schlafstörungen und chronische Depression, zu mildern. Phototherapie kann auch als eine Behandlung für Hautkrankheiten wie Psoriasis verwendet werden, aber in solchen Fällen wird eine Speziallampe, die gefiltertes UV-Licht austrahlt, benutzt, so dass die Augen oder Haut nicht zu beschädigen.
Die Ergebnisse werden schnell erreicht mit dieser Therapieform, innerhalb 2-4 Tagen. Schlaf-Rhythmus-Störungen, sowie Stimmungsstörungen können durch degenerative oder vaskuläre Erkrankungen, wie Demenz, verursacht werden, aber sie können auch die Folge von einem Mangel an Licht sein, da es das Licht ist, dass die Produktion von Serotonin beeinflusst und unsere biologische Uhr, sowie unsere Stimmung und Schlafmuster ins Gleichgewicht bringt. Die Formel ist einfach: mehr Licht stimuliert Energie, Aktivität, bessere Laune, Motivation und Konzentration.
Die empfohlene Dosierung von Licht ist 5.000 Lux für 45 Minuten bis einer Stunde taglich oder 10.000 Lux für 10 Minuten bis einer halben Stunde jeden Morgen. Zum Vergleich, im Sommer betragt das Sonnenlicht ungefähr 100.000 Lux, und durchschnittliche Raumbeleuchtung 300-500 Lux.
Der Patient sitzt ungefähr 40 cm von der Lampe oder dem Lichtkasten entfernt, bei einem Winkel, in Abhängigkeit von der Schwere der Stimmungsstörung. Es wird empfohlen, dass der Patient nicht direkt in die Lichtquelle schaut, sondern etwas redet oder tut, zum Beispiel frühstückt. Die Behandlung beginnt in der Regel im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, und wird im Frühjahr abgeschlossen.

 

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